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Lipizzaninchen

Rund und süß

Genauso rund wie wir! Nein, nun muss ich ehrlich sein. Sie sind rund und wir Lipizzaner barock (Und doch rund... Ihr erinnert euch? Falls nein, schaut mal hier: Home, sweet home!) Sie sind schokoladenbraun, was nicht verwunderlich ist, besteht ihre Umhüllung aus einem Hauch von Zartbitterschokolade. Darunter findet man eine helle, grüne Schicht aus Pistazienmarzipan und ganz innen einen Kern aus süßestem Nougat. Hmm, einfach lecker, oder?

 

Ihr wisst bestimmt schon längst, wovon ich euch hier erzähle, oder? Die Mozartkugel, jawoll! Die hieß übrigens am Anfang "Mozartbonbon". Felix Fürst, ein Salzburger Konditormeister, kreierte 1890 die süße Kugel und benannte sie nach dem berühmten Komponisten. Eine Huldigung an Mozart, die dieser allerdings nicht erlebte, denn Felix Fürst lebte fast genau 100 Jahre später. Sie war aber eine Hommage an den Künstler zu seinem 100. Todestag und ist nun inzwischen fast genauso berühmt wie Mozart! Manche sagen, sogar noch bekannter...

 

Die (fast) perfekt runde Form war schon eine Besonderheit: Die Pralinen trockneten ja normalerweise nach dem Schokoladenbad auf einer Unterlage und waren mindestens an einer Stelle wenigstens ein bisschen flach. Nicht so die Mozartkugel! Die gerollte Marzipanmasse mit dem Nougatkern wurde einfach auf ein Stäbchen aufgespießt und ins Schokoladenbad eingetaucht. Dann durfte sie, hoch oben auf dem Hölzchen aufgestellt, an der Luft trocknen. Tja, nun war aber ein Loch in der Kugel, ihr habt recht. Deswegen wurde die runde Praline vorsichtig mit Handschuhen vom Stäbchen gepickt und das Loch noch schnell mit einer klitzekleinen Ladung Schokoladenmasse aufgefüllt und, schwups, war sie rund und kugelig! Auch heute werden in der Brodgasse 13 in Salzburg die Original Mozartkugeln in der Konditorei Fürst noch in Handarbeit hergestellt. Lasst euch das nur nicht entgehen!

 

Mozart selbst ist übrigens nur 250 Meter weiter auf die Welt gekommen, nur eben ein Jahrhundert früher: 1756 in der Getreidegasse 9. Und er war quasi auch Erfinder! Er verschmolz damals als kleiner Rebell nach seiner Idee verschiedene Musikrichtungen und -stile miteinander und brachte Leichtigkeit in die manchmal etwas schwere Barockmusik. Das fand großen Anklang und die Wiener Klassik war geboren! Und Mozart wurde ein Weltstar!

 

Meine Verwandten in Wien tanzen übrigens auch ab und an zu Mozarts Kompositionen... Möchte ich ja nur noch so anmerken...

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