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Lipizzaninchen

Höhlenmalerei

Habt ihr schon einmal von einer Höhle mit Kalenderfunktion gehört? Nein? Nun, was euch der Kalender an der Wand, war den Steinzeitmenschen einfach die ein oder andere Höhle. Sie suchten die Höhlen nach ihrer Ausrichtung aus: Ganz ohne Kompass, aber mit Hilfe des Sonnenstandes. Denn eigentlich ging es ja auch um genau diesen. Der sollte nämlich eingefangen werden!

 

Das Prinzip war ganz einfach: Fiel das Licht an einem bestimmten Tag in die Höhle – und nur an diesem – dann wurde sie auserkoren als Kalenderhöhle. Bei diesen Tagen ging es aber nicht um das nächste Fußballtraining oder den Geburtstag von den Freunden, nein, nein! Vielmehr um die Tag- und Nachtgleichen im Frühjahr und Herbst und den kürzesten und längsten Tag im Jahr. Das war ganz praktisch, wenn man dadurch wusste, was als nächstes in der Natur geschah, so konnte man einfach viel besser planen: Stellt euch vor, man wollte jagen, aber die Bisonherde war gerade über den Hügel in die weiter oben gelegenen Weiten zum saftigen Grün gezogen. Ziemlich doof, oder? Dann war nämlich das Essen einfach mal weg. Als ob das Leben nicht auch so schon schwierig gewesen wäre. Außerdem war es natürlich ganz gut, wenn man wieder rechtzeitig ins Tal absteigen konnte, bevor der eisige Winter in den Bergen hereinbrach und die ganze Sippe noch oben war.

 

Die Steinzeitmenschen verfolgten aber auch den Mondauf- und -untergang und kamen dabei genau auf zwölf Mondphasen im Jahr – unsere Monate! Als Taschenkalender wurde das Mondkalendarium einfach in Knochen eingekerbt: Perfekt zum Mitnehmen! Es gab aber auch noch neben den einfachen Tageskalenderhöhlen noch Höhlen, die fingen öfter die Sonne auf und wurden im Inneren nach und nach im Laufe des Jahres in Sonnenlicht getaucht: Sie wurden in den schönsten Erdfarben ausgeschmückt. Die beschienenen Tierzeichnungen zeigten die aktuelle Natur und könnten sogar unsere Sternbilder nachgestellt haben! Die Forscherin ist davon absolut überzeugt! Was müssen das für richtig schlaue Menschen gewesen sein! Käpsele, wie wir Schwaben sagen würden!

 

Eine der schönsten Höhlen ist die in Lascaux. Die Felsenmalereien sind 17.000 Jahre alt. Die älteste in Spanien ist übrigens 38.000 Jahre alt, aber nur mit Strichzeichnungen.

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