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Lipizzaninchen

Windmühlen

Die Niederlande sind eindeutig das Land der Windmühlen! Wahrscheinlich gibt es kein einziges Land mit einer so hohen Windmühlendichte wie hier: Immerhin tummeln sich heute noch über 1000 Mühlen im Land! Das müssen zu ihrer Hoch- und Blütezeit ganz schön viele gewesen sein, oder? Stellt euch das vor: An jeder Ecke und von jedem Punkt des ziemlich flachen Landes aus konnte man bestimmt mindestens eine Windmühle sehen!

 

Da ist es kein Wunder, dass diese riesigen Bauwerke, die weithin sichtbar waren, auch als eine Art Telefon genutzt wurden, oder? Je nach Stellung der Windmühlenflügel und ob und wie ihre Segel schon einsatzbereit mit Segeltuch bespannt waren, hieß es zum Beispiel: „Heute keine Arbeit mehr!“, „Freudenfest in der Müllerfamilie“, „Achtung, der Feind naht!“ oder als Protest „Verehrter Herrscher, so nicht!“. Ich probiere das mal lieber nicht aus nachzumachen: Das wäre wahrscheinlich ein ganz schönes Huf-Gefuchtel...

 

Eigentlich wurden die Mühlen in den Niederlanden aber zu einem ganz anderen Zweck eingesetzt: Sie entwässerten ganz fleißig Küsten- und Moorland, so dass dort tatsächlich nach einiger Zeit das neu gewonnene Land richtig bewirtschaftet werden konnte und sogar Dörfer auf ehemaligem Meeresboden entstanden. Neben einem ausgeklügelten Kanalsystem zur Entwässerung musste natürlich das Wasser erst einmal vom Bodengrund nach oben gepumpt werden: Das erledigten die Mühlen. Da sie das Wasser nur so circa einen Meter anheben konnten, wurden die Mühlen manchmal in Reihe geschaltet: Ein Meter hoch, noch einen Meter höher und dann ab in den Kanal und raus ins Meer! Im Einsatz sind diese Windmühlen heute nicht mehr, denn der Wind ist einfach ziemlich unbeständig. Heute übernehmen Motorpumpen diese Arbeit, denn die Polder müssen immer noch weiter entwässert werden. In Kinderdijk könnt ihr die alten Mühlenreihen noch bestaunen.

 

Ganz traditionell und wie zu erwarten wurde klar auch Getreide gemahlen, für Brot und Brötchen und so. Es gab aber auch Ölmühlen, Senfmühlen und Farbmühlen! Die Farbmühlen waren nicht besonders bunt angemalt, sondern vermahlten grobe Naturmaterialien zu feinem Farbpuder: Zum Beispiel Kreide (weiß), Lapis Lazuli (blau), Ocker und Umbra (braun) oder Krappwurzeln (rot). Die Mühle „De Kat“ in Zaanse Schans ist die einzige heute noch arbeitende Farbmühle in der ganzen Welt! So viele Weltrekorde, denn die größte Windmühle (55 Meter Flügelhöhe!) steht auch in den Niederlanden in Schiedam! Heieiei!

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