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Lipizzaninchen

Serbien

Tuut, tuuuuut! Stellt euch vor, mit einem eisernen Ross durch Europa! Ich oben auf und vorne weg in der blauen Lokomotive des blauen Zuges! Nun, das war zumindest früher für den Staatschef Tito möglich. Der reiste nämlich in diesem unglaublichen Dampfross zu staatlichen Empfängen, wichtigen Unterredungen oder organisierte selbst seine Empfänge einfach in seinem „Blauen Zug“.


Dort konnten seine Gäste dann auch übernachten oder schlossen ihren eigenen Waggon einfach an und waren so mitten dabei oder ganz für sich, je nach Wunsch! Heute fährt Tito natürlich nicht mehr, er ist ja auch schon seit 1980 tot… Aber Touristen aus nah und fern können heute diese luxuriöse Nostalgie wenigstens für ein paar Stunden wieder erleben und die Fahrt genießen! Der Zug startet in Belgrad und heißt übrigens „Plavi voz“, „Blauer Zug“. Ganz schön schlicht, der Name, oder? Aber überaus treffend und mit viel Sehnsucht und Wehmut verbunden!

 

Tito war übrigens nicht Chef von Serbien, zumindest nicht nur. Zu seiner Zeit gehörte Serbien noch zu Jugoslawien, das sich dann aber nach Tito mit der Zeit in sechs unabhängige Republiken teilte. In seiner jetzigen Form ist es noch jünger, denn 2006 trennten sich Serbien und Montenegro und wurden beide eigenständige Staaten.

 

Wisst ihr, was so richtig positiv für mich ist? Offiziell ist die Amtssprache ja Serbisch, klar, und das in kyrillischer Schriftart. Und trotzdem findet man oft die Beschriftungen auch im lateinischen Alphabet: So kann ich es wenigstens gleich lesen, wenn dann auch nicht verstehen! Hervorragend, oder nicht? Ein Anfang ist das wirklich allemal...


Wie einige der Balkanstaaten sind auch die Serben multikulturell geprägt: Österreichisch von den Habsburgern, türkisch von den Osmanen und dann noch von den vielen umliegenden und einreisenden Kulturen, die auch im heutigen Serbien fest verankert sind! Hin und her ist vieles gedriftet und wurde in die eigene Tradition aufgenommen. Wenn ich mal im Sommer beim größten Trompetenfestival bin, werde ich als musikalisch veranlagter Lipizzaner natürlich meine Hufe zu den schräg-interessanten, mal klassisch angehauchten, mal im Volksbrauch tönenden oder mit türkischen Klängen versetzten Trompetenstücken schwingen!

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