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Lipizzaninchen

Wien und Piber

Wir Lipizzaner lieben Zucker! Oder Möhren oder Äpfel oder andere Leckereien... Aber Zucker ist in Wien Tradition! Und weil unsere Menschen, die Bereiter und Oberbereiter in der Spanischen Hofreitschule, das wissen, haben sie auch immer in ihrem Reitfrack ein paar Würfel versteckt. Ihr müsst wissen, dieses Reitgewand ist sehr praktisch angelegt: Da ist tatsächlich ein Geheimfach verborgen! Auch wenn wir Lipizzaner ja nicht bestechlich sind, nie! Aber gegen ein nettes Lob nach guter Arbeit spricht ja nun wirklich nichts, oder? Wir unterscheiden da schon konsequent...

 

Inzwischen sind wir nun in Wien ja alteingesessen. Dabei wurden wir Lipizzaner zuerst immer an den Grazer Hof gebracht. Und auch nicht von Piber aus, sondern von Lipizza, unserem Stammgestüt. Naja, sonst würden wir ja schließlich auch heute Piberaner und nicht Lipizzaner heißen... Logisch.

 

Zu Fuß war das nebenbei bemerkt eine ganz schön lange Strecke, das kann ich euch sagen! Egal, ob von Lipizza nach Graz oder später von Lipizza nach Wien: Mehrere Tage, was sage ich, Wochen, waren meine Vorfahren unterwegs, bis sie heil in ihrer neuen Ausbildungsstätte angekommen waren. Da war es eine sehr große Erleichterung, als die Südbahn Mitte des 19. Jahrhunderts von Wien nach Triest durchgehend fuhr und die Herren Lipizzaner ganz komod fast nur noch ein- und aussteigen mussten. Heute geht das natürlich noch ein bisschen komfortabler: Service von Haustür zu Haustür mit einem tollen Pferde-LKW, da bleiben keine Wünsche offen!

 

Für uns Lipizzaner hieß es übrigens ab 1920: Tore auf fürs Publikum! Das war die Chance für uns, nachdem die Monarchie nach dem Ersten Weltkrieg nicht mehr bestand. Vom zurückgezogenen Dasein als kaiserliche Pferde nun aber keine Spur mehr: Tourneen ins Ausland erhöhten schlagartig unsere Bekanntheit und Popularität in der Welt. Die Stuten schlugen ihre Zelte in Piber in der Nähe von Graz auf (Lipizza lag ja nun in Italien) und wir Lipizzaner durften weiterhin ein Wahrzeichen Österreichs bleiben! So ist's doch recht!

 

Seit ein paar Jahren machen sogar die Stuten mit Fohlen im Sommer von Piber aus einen Ausflug nach Wien und dürfen dann auch mal die Luft im schönsten Reitsaal der Welt schnuppern.

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