Ohne Gewürze schmecken die meisten Gerichte sehr fade. Aktivieren Sie bitte Javascript, um die Webseite zu genießen.

Lipizzaninchen

Strandkorb

Strandkorb

Also, ein bisschen ungetümig sehen sie ja schon aus und sehr unbeweglich sind sie auch: Nur mit viel Körpereinsatz kann man sie verschieben und hin- und herziehen. Also, mir als Lipizzaner geht das natürlich leichter vom Huf, aber euch Menschen, ihr müsst euch schon richtig ins Zeug legen! Es macht natürlich schon Sinn, denn bei den vielen steifen Brisen, die am Meer wehen, würden sie ja einfach umgefegt werden, wenn sie zu leicht wären.

 

Außerdem schützen Strandkörbe jeden vor Wind, Regen und Sonne. Und genau das war auch der Grund für seine Erfindung! Eine alte Dame bekam von ihrem Arzt einen Aufenthalt am Meer verschrieben und sollte die gute Salzluft genießen, durfte aber gleichzeitig sich bloß nicht dem kühlen Wind aussetzen. Ein ganz schönes Dilemma, findet ihr nicht? Meer ohne Wind gibt's doch nicht! Aber die resolute Frau ging schnurstracks zu einem Korbmacher in Rostock und bat ihn um eine patente Lösung. Stühle mit hohen geflochtenen Körben kannte man schon, aber die waren nur innen im Einsatz: In großen Bauern- und Herrenhäusern konnte es schon einmal ganz schön zugig werden. Und so tüftelte Hof-Korbmachermeister Bartelmann und lieferte der Dame einen ersten richtigen Strandkorb! Das war 1882. Die Nachfrage wuchs rasant, der Korbmacher wurde zu einer richtigen Strandkorbmanufaktur und seine Frau eröffnete die erste Strandkorbvermietung, denn wer wollte schon aus dem Urlaub mit der Kutsche seinen eigenen Strandkorb mit nach Hause nehmen?

 

Nun wurde das Modell stetig und bis heute weiter entwickelt: Es gab schließlich bald die ersten Zweisitzer, Strandkörbe für Kinder, Stauraum für die Badesachen im Sockel, zum Vespern ein Ausklapptischchen, Fußliegen zum Ausziehen und auch eine verstellbare Korblehne. Bei manchen gibt es heute sogar ziemlich witzige Finessen, damit man es sich als Strandbesucher auch so richtig schön einrichten kann. Manche haben eine Heizung oder ein Kühlfach eingebaut und manche können sich um 360 Grad drehen, also Panorama-Strandkörbe! Einen Strandkorbrekord gibt's natürlich auch: Ein Achtsitzer zu Ehren eines Treffens von Staatschefs aus der ganzen Welt! Alle konnten sie Platz nehmen, jawoll!

 

Übrigens gibt es Unterschiede unter den Strandkörben: Typ "Geschwungen" an der Ostsee, "Gerade" an der Nordsee und "Platte" in Mecklenburg-Vorpommern. Also ich finde, kultig sind sie alle und jeder hat seine Vorzüge: Der eine lädt ganz besonders zum Träumen ein, der andere trotzt dem rauen Nordseewetter und der dritte ist komplett zerlegbar! Zum Einkuscheln und Einmummeln sind sie aber bestimmt alle ganz toll! 

Schnelle Ländersuche
Facebook
Downloads