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Lipizzaninchen

Venedig

Venedig

Venedig, die Weltstadt des Karnevals! Zumindest hier in Europa. Und ich, Lipizzaninchen, mitten drin! Könnt ihr euch vorstellen, wie ich mit einer Maske aussehe? Mit so einer typisch italienischen, die man auf den Maskenbällen zur Karnevalszeit in Venedig findet? Nein? Ich auch nicht! Ehrlich! Der Karnevalsbrauch in Venedig ist aber unglaublich spannend, denn nicht nur, dass jedes Jahr zehn Tage lang bis zum Aschermittwoch faszinierende Spektakel mit Feuerwerk, Maskenbällen und Kostümfesten stattfinden, um dann ab Aschermittwoch die Fastenzeit einzuläuten. Er ist auch noch äußerst geschichtsträchtig: Schon seit fast 1000 Jahren gibt es ihn, aber natürlich in etwas anderer Form. Man muss sich ja schließlich auch erst noch entwickeln! Mit dem Sieg Venedigs über Aquileia kam gegen Ende des 12. Jahrhunderts das Karnevalsfest so richtig in Schwung: Es wurde ein großes Schlachtfest, bei dem jeder Bürger umsonst essen durfte, quasi gesponsort vom besiegten Aquileia. Ab jetzt gab es rauschende Feste, bei denen sich alle verkleideten und jeder jedem gleichgestellt war! Bis 1797. Da kam Napoleon und gliederte Venedig einfach an Österreich an. Der Karneval wurde unter den Österreichern von den Venezianern regelrecht boykottiert, um zu protestieren. Zum Glück gibt es ihn heute wieder und er ist unbedingt sehenswert!

 

Ein Luxusgut, das in aller Welt beliebt und berühmt war (und auch immer noch ist), war das venezianische Glas. Dieses Kunsthandwerk wurde von den Venezianern nicht erfunden, das hatten die Römer schon getan und auch in anderen, älteren Kulturen gab es Glaswaren. Aber die Venezianer erfanden im 15. Jahrhundert das durchsichtige Glas! Durch die Minerale war Glas immer gefärbt, je nach enthaltenem Mineral. Durchsichtiges Glas war eine absolute Sensation! Um die Geheimnisse der Glasbläserei gut zu hüten, wurden alle Glashütten von Venedig auf die nahe Inselgruppe Murano ausgelagert. Die Glasbläser durften ihre Geheimnisse nicht weitergeben, sonst wurde die Todesstrafe verhängt! Huuu! Allerdings: Ludwig XIV., der absolutistische König von Frankreich, war letztendlich beim Abwerben doch erfolgreich... Und so konnte die Kunst der Glasbläserei auch nördlich der Alpen erblühen.

 

Übrigens: Daher kommt auch das Sprichwort „Alles in Butter“. Das feine, venezianische Glas wurde für den Transport in Fässer mit flüssiger Butter eingelegt, die dann hart wurde: Alles in Butter und bestens geschützt!

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