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Lipizzaninchen

Ostereier

Ostereier

Ei, ei, ei! So viele bunte Ostereier! Ihr wundert euch, dass es die Eier auch im ganzen Jahr gibt? Tatsächlich haben diese wunderschön verzierten Eier eine ganz wichtige Aufgabe: Sie sind ein Orakel, jawoll! Das glaubt ihr nicht? Doch, doch, denn lässt eine Braut in Rumänien an ihrem Hochzeitstag dieses eine, ganz besondere (und nur dieses, alle anderen zählen nicht) fallen, ist das kein gutes Zeichen! Aber wer lässt schon so ein tolles Ei fallen?! Zu Ostern werden diese Eier auch als Zeichen der Liebe und Zuneigung verschenkt. Gegessen werden sie nicht, denn inzwischen werden sie vor dem Bemalen ausgeblasen und sind innen hohl.

 

Früher wurden sie zuerst so wunderschön von den Nonnen der Moldauklöster in der Bukowina, dann von allen Frauen bemalt und heute schließlich widmen sich selbst Männer dieser feinen Kunst! Jedes Zeichen, jedes Ornament hat eine besondere Bedeutung: Wellen symbolisieren Wasser, Früchte und Getreide stehen für Wohlstand und Leben. Oft sind sie aber auch ganz traditionell mit religiösen Symbolen geschmückt. Ihr fragt euch, wie man diese tollen Muster darauf platziert, oder? Das ist auch wirklich sehr schwierig, das sag ich euch. Es gibt zwei Methoden. Einmal die ganz alte Platzhalter-Technik (offiziell Reserviertechnik): Da habt ihr also das ganz weiße Ei. Überall, wo es weiß bleiben soll, muss nun heißes Wachs aufgetragen werden. Linien, Kreise, Punkte und andere Schnörkel. Dann wird es gefärbt. Rot. Nun werden die nächsten Symbole mit dem Wachs aufgezeichnet; die, die auf dem Ei rot erscheinen sollen. Nun kommt, traditionell, das letzte Farbbad für das Ei: Ganz schwarz kommt es wieder raus, mit Knubbeln aus Wachs auf der Schale. Sieht schrecklich aus, ehrlich! Um die Ornamente zum Vorschein zu bringen, wird das Ei vorsichtig erwärmt und das wieder weiche Wachs abgerieben. Die unglaublichen Muster erstrahlen nun in ihrer ganzen Schönheit! Toll, oder?

 

Bei der anderen Methode, der Wachstechnik (auch Wachs, ihr habt Recht!), wird das Wachs in schillernden Farben direkt auf das Ei aufgebracht. Das Ei wird hier nicht gefärbt, denn die Farben des Wachses sind bunt genug und bleiben ja auch auf dem Ei. Diese so verzierten Eier haben eine richtig tolle Struktur und die Muster könnt ihr sogar auch fühlen, wenn ihr ganz vorsichtig mit den Fingern über das Ei streicht! Für beide Praktiken braucht man übrigens das selbe Werkzeug: Hohlnadeln und zurechtgestutzte und -geschnittene Federkiele, die wie Stempel verwendet werden!

 

Schade nur, dass ich das nicht kann: Hufe sind dafür einfach unpraktisch!

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