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Lipizzaninchen

Lipica

Lipica

Unsere Geschichte begann, als Erzherzog Karl II. im Jahr 1576 beschloss, sich ebenso wie seine Kollegen im In- und Ausland (das waren die Fürsten, Herzöge, seine Brüder und Könige der verschiedensten Länder, aber auch der Kaiser höchstpersönlich) ein eigenes Gestüt zuzulegen. Das war damals richtig in Mode: Seitdem die Habsburger intensive Kontakte nach Spanien hatten (aktuell war der Schwager unseres Karls der König von Spanien), wurden fleißig die Pferde von dort importiert. Bis dahin kannte man vor allem die schweren Schlachtrosse und trittsicheren Gepäckpferde oder in der Landwirtschaft eingesetzte Alleskönner: Da waren natürlich die edlen Altspanier ein absoluter Hingucker!

 

Nun, auch Karl war fasziniert und wollte für seinen Grazer Hof eben solche Pferde zum Repräsentieren, seine eigenen: Reit- und Fahrpferde von edlem Geblüt! Seine Wahl fiel auf ein völlig zerfallenes, heruntergekommenes Landgut in der Nähe von Triest als künftige Zuchtstätte. Es wurde von Kolonen, Bauern in Lehnherrschaft, bewirtschaftet, eher schlecht als recht. Hier sah es aus, das glaubt ihr nicht! Die Gebäude waren eher Ruinen und wurden noch so gerade von den Wurzeln der sich darauf rankenden Pflanzen zusammen-gehalten. Karges Gras wuchs ganz spärlich auf den Kalkböden, kleine und große Steine lagen überall herum und im Winter peitschte die Bora über die Flächen, im Sommer sengend heiß der Scirokko, aus der Sahara kommend. Immer wieder fielen im Winter Wolfsrudel ein und rissen das Vieh der Bauern. Nein, eine wirklich unwirtliche Gegend!

 

Aber: Karl schlug zu! Er schwatzte dem Bischof von Triest das Gut ab, zahlte natürlich auch dafür und begann 1580 mit dem Aufbau des Gestütes. Er wusste nämlich, dass hier schon zu römischen Zeiten weit gelobte Pferde gezogen wurden – da konnte die Gegend ja nicht so schlecht sein... Und er hatte recht: Hier kamen schon immer harte und genügsame Pferde her und auch wir Lipizzaner haben diese Eigenschaften über die ganzen Generationen bis heute wirklich stark verinnerlicht.

 

Ihr wundert euch bestimmt, dass Lipica anders geschrieben wird als die Lipizzaner: Über all die Jahrhunderte wurden nicht nur Schreibreformen durchgeführt und Schreibfehler einfach übernommen, sondern Lipica wechselte auch immer mal wieder nach den verschiedenen Kriegen die nationale Zugehörigkeit. Mal "p" und "z", mal "pp" und "tz" oder auch "pp" und "zz", viele Kombinationen... Heute ist Lipica das Nationalgestüt Sloweniens, wo ihr meine Verwandten finden könnt! 

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