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Lipizzaninchen

Sandwich

Könnt ihr euch das vorstellen? Ihr müsst euch dringend und nachdrücklich für eine von zwei möglichen Varianten entscheiden und ihr könnt einfach nicht?! Das eine ist sehr dringlich und gehört zu den wirklich natürlichen Bedürfnissen eines jeden Menschen und auch Lipizzaners, aber das andere hat den eigenen Ehrgeiz gepackt und lässt einen nicht los?

 

In so einer miserablen Situation war John Montagu. Er war kurz davor, das Kartenspiel zu gewinnen, das er schon seit Stunden mit seinem Kompagnon ausfocht. Vielleicht war er in Cribbage vertieft, einem damals wie heute sehr beliebten Spiel. Tja, und auf der anderen Seite hatte er einfach einen Bärenhunger. Ehrlich, ich als Lipizzaner kann das wirklich verstehen! Bei einem Sack Hafer kann ich einfach nicht anders und stecke garantiert, auch mitten unter der Arbeit, meine Nase in den Snack: Also ehrlich, ein Maulvoll muss schon sein, oder? So ähnlich wird John auch gedacht haben, übrigens der vierte Earl of Sandwich! Nur hatte er damals nicht die Möglichkeit wie ich, zu arbeiten und gleichzeitig zu essen. In diesem Dilemma kam ihm wohl die Idee: Eine Hand zum Pokern, eine zum Essen. Auch nicht schlecht! Er bestellte in seinem Club eine Scheibe gesalzenes Rindfleisch zwischen zwei gegrillten Scheiben Brot. So ging beides und das Sandwich war geboren!

 

Das machte die Runde. Das Sandwich etablierte sich in den Adelskreisen, wurde als Zwischenhappen beim Tanz geboten und sogar zum Tee gereicht. Es war hoch angesehen und schnell einsatzbereit: Nur keine Zeit verlieren! Das Fastfood hatte seinen Namen und wurde zur Grundlage des Grauens aller heutiger Ernährungsexperten. Puuh!

 

Naja, ob das wirklich alles so war? Seine Familie schwört bis heute Hals und Bein, dass der vierte Earl of Sandwich bestimmt nicht dem Spiel verfallen war, sondern dringenden Staatsgeschäften nachgehen musste. Aber so oder so, die Namensgebung fand irgendwie durch den Earl statt. Das Sandwich-Prinzip – zwei Brotscheiben und dazwischen Leckereien wie Fleisch, Käse oder/und Salat und gute Soße – kannte man natürlich schon viel früher.

 

Übrigens war der Earl nicht nur Namensgeber fürs Sandwich, sondern auch für eine Inselgruppe und für Hawaii, das zunächst Sandwich-Insel hieß! Die kleine Hafenstadt im Süden Englands wurde allerdings nicht nach dem Earl benannt: Hier war es bei der Adelung tatsächlich andersherum!

 

Also, wenn ihr das nächste Mal ein Sandwich esst, denkt daran: Es ist wie ich adliger Abstammung! (Hmm. Ich weiß nicht, ob das jetzt passend ist, mich mit einem Sandwich zu vergleichen...)

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